Im Bunkermuseum: Namen von Fremdarbeitern und Kriegsgefangenen.

Die Kreisgruppe Emsland/Grafschaft Bentheim führte unter der Leitung des Beauftragten für lebenserfahrene Mitglieder Jürgen Günther eine Tagesfahrt nach Emden zur Rüstkammer und zum Bunkermuseum durch.

Um kurz vor 8:00 Uhr trafen sich rund 30 interessierte Teilnehmer vor dem Kameradschaftsheim der Reservistenkameradschaft Meppen. Pünktlich konnte die gut 90 minütige Fahrt nach Emden beginnen. Zunächst konnte man annehmen, dass das Tageswetter alles andere als sommerlich-warm sein würde, welches sich während der Fahrt auf der Autobahn durch regenschauer auch bestätigte. Dieses sollte sich glücklicherweise im Tagesverlauf jedoch ändern und so wurde es gegen Mittag doch noch sonnig mit den entsprechenden Temperaturen.

Etwas zu früh im Zeitplan erreichten die Teilnehmer Emden-Zentrum. Um die Zeit ein wenig zu überbrücken konnten man sich bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen stärken. Um 10:00 Uhr begann dann die Führung durch das Ostfriesische Landesmuseum. Als ersten Anlaufpunkt wurde die Rüstkammer besichtigt. Dort werden ausschließlich originale Waffen des 16. und 17. Jahrhunderts ausgestellt. Die geschichtlichen Hintergründe der Rüstkammer wurden von dem Museumsführer sehr gut übermittelt. Da nach der Besichtigung noch etwas Zeit vorhanden war, wurde nahtlos die Sonderausstellung eines in 2007 bei Baggerarbeiten entdeckten Massengrab, mit 125 Skeletten einer schwedischen Armee, besucht. Hier wurde eindrucksvoll vom elenden Leben und Sterben in Zeiten des Krieges vor 400 Jahren erzählt. Zum Abschluss der Besichtigung wurde die Ausstellung der Moorleiche „Mann von Bernuthsfeld“ besucht. Die Moorleiche wurde 1907 beim Torfstechen bei Bernuthsfeld entdeckt und stammt aus dem frühen Mittelalter.

Etwas im Zeitplan zurückliegend wurde im Restaurant „Feuerschiff“, mit einer hervorragenden ostfriesischen Küche, der Hunger bekämpft und der Durst gelöscht.

Nach einem kleinen Spaziergang durch Emden wurde um 14:00 Uhr das Bunkermuseum in der Holzsägerstraße besichtigt. Hier gab es neben den Ausstellungsstücken viel Geschichtliches um die Hafenstadt Emden zu entdecken. Neben dem Bunkerbau werden auch Einzelschicksale der Bevölkerung  und von Soldaten erzählt, die Zerstörung der Stadt 1944 sowie der Einsatz von Fremdarbeitern und Kriegsgefangene in Emden sind eines von vielen Themen, die in diesem Museum ausgestellt sind.

Gegen 16:00 Uhr traten die Teilnehmer ihren Heimweg an und erreichten den Ausgangspunkt, das Kameradschaftsheim der RK Meppen, wohlbehalten um 17:30 Uhr.

Foto: M. Schwänen