Die ausgezeichneten Kameraden und ihre Gäste im Kameradschaftsheim der RK Meppen.

Reservisten aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim mit der Madonna-von Stalingrad-Medaille geehrt.

Es ist schon ein ganz besonderer Einsatz, den die Kameraden der Kreisgruppe Emsland/Grafschaft Bentheim jedes Jahr fest in ihrem Kalender eingetragen haben:

Regelmäßig fährt ein Arbeitskommando aus Reservisten und Förderern unter Führung von Stabsbootsmann a. D. Horst Richardt in die Region Kaliningrad in der Russische Föderation um dort Kriegsgräberstätten des ersten und zweiten Weltkrieges herzurichten und zu pflegen.Das Besondere hierbei: Die Reservisten tragen bei ihrer Arbeit in Russland die Uniform der Bundeswehr. In diesem Jahr fand der Arbeitseinsatz der Emsländer und Bentheimer Kameraden bereits zum 25. Mal statt. Aus diesem Anlass erhielten die Reservisten und ihre Unterstützer die Madonna-von-Stalingrad-Medaille aus den Händen von Reinhardt Winter, Landrat des Landkreises Emsland und Geschäftsführer des Kreisverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. überreicht. Der Lokalpolitiker zollte den Ausgezeichneten hohe Anerkennung für ihr unermüdliches Engagement für die völkerverbindende Sache der Kriegsgräberpflege. „70 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges haben Sie dafür gesorgt, dass die Erinnerung an die Opfer und das Kriegsgeschehen selbst wach gehalten werden.“, so der Landrat bei seinem Grußwort.
Auch Gerd Gels, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Meppen, fand viel Lob für die Kameraden und dankte ihnen im Namen der Stadt für ihren wichtigen Einsatz.
Horst Richardt, Teamleiter des Arbeitskommandos versprach, auch in Zukunft die Arbeitsaufträge des Volksbundes in der Region Kaliningrad durchzuführen. Für das kommende Jahr kündigte er den Besuch von Kosaken aus Gusev, dem früheren Gumbinnen an. Das dortige Kosakenkommando unterstützt seit Jahren tatkräftig die Arbeit der deutschen Kameraden vor Ort.
Das Bild der Madonna von Stalingrad wurde 1942 von dem Arzt und Priester Kurt Reuber in einem Unterstand im Kessel von Stalingrad gezeichnet. Am heiligen Abend enthüllte er das Werk vor seinen Kameraden und berührte sie damit tief. Kurt Reuber kehrte nie mehr in die Heimat zurück, sein Bild jedoch wurde mit einem der letzten Flugzeuge aus dem Kessel ausgeflogen und seiner Familie übergeben. Heute ist die Zeichnung gemeinsam mit einer weiteren Madonnendarstellung, die Reuber kurz vor seinem Tod in der Gefangenschaft anfertigte in der Berliner Gedächtniskirche zu sehen.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. verleiht die Medaille mit der Darstellung der Madonna von Stalingrad an verdiente Mitglieder und Unterstützer des Verbandes.
Mit der Madonna-von-Stalingrad-Medaille wurden ausgezeichnet: Hermann Köster, Heinrich Ahaus, Weilhelm Deeters, Alfred Wenning, Horst Richardt, der Bürgermeister der Stadt Haselünne Werner Schräer, der Redakteur der Meppener Tagespost Manfred Fickers, Thomas Landwehr, Friedrich Redecker und Hagen Gundlach-van Dühren.


Bild: Horst Richardt erhält die Madonna-von-Stalingrad-Medaille aus den Händen von Reinhard Winter und Gerd Gels.

Fotos: Heiner Harnack

Quelle: Reservistenverband